Beschreibung
Alfred Woschitz’ Erzählungen führen zurück in ein kleines Kärntner Dorf der 1960er- und 1970er-Jahre. Was sich dabei entfaltet, ist weniger nostalgische Rückschau als ein behutsames, genaues Erinnerungswerk: ein Schreiben gegen das Vergessen einer Kindheit, die noch nicht durch permanente Reizüberflutung, Konsumversprechen und digitale Parallelwelten strukturiert war.
Er beschwört keine heile Welt, sondern rekonstruiert eine vergangene Lebensform – karg, begrenzt, normiert, und gerade darin reich an Erfahrungen. Hirntattoos ist ein Buch, das sich nicht aufdrängt, sondern sich langsam festsetzt. Woschitz’ liebevoller, humorvoll-melancholischer Blick zurück öffnet einen Resonanzraum für die eigene Vergangenheit. Es ist ein stilles Buch, das lange nachwirkt – nicht durch Lautstärke, sondern durch Genauigkeit.
Konrad Peter Grossmann
Psychotherapeut, Autor & Liedermacher
Lehen und Leben lassen 







